电价“忠诚罚款”曝光:德国老客户一年多掏110亿欧元!
不少家庭每年都会更换一次电力供应商,以获得更便宜的电价。但实际上,并不是所有人都会这样做。研究显示,只有大约四分之一的家庭能够享受到新客户优惠价,而其余用户则在为这些优惠“埋单”。一项研究指出,这种针对老客户的价格差异,已经形成了一笔高达数十亿欧元的“忠诚罚款”。一项由亚琛工业大学(RWTH Aachen)受能源公司Octopus Energy委托完成的研究得出结论:在德国电力市场中,长期忠实客户正被系统性地不公平对待。研究显示,能源供应商通常以极具吸引力的低价吸引新客户,但在合同进入第二年后,电价平均会提高47%,相当于每千瓦时上涨约13欧分。仅在2025年,德国忠实电力用户因此多支付了约110亿欧元。Octopus Energy将这种现象称为“忠诚罚款”。
据介绍,这项研究首次对新客户价格与老客户价格之间的差异进行了具体量化。研究数据来自数千份私人电力用户收到的电价调整通知信件,由亚琛工业大学进行分析。结果显示:2025年德国最多有3000万个家庭——约占全国所有家庭的四分之三——受到较高老客户电价的影响,因此支付了过高的电费。
根据独立比较平台Strom-Report的数据,目前新签合同的电价平均约为每千瓦时25欧分(含税和附加费)。而老客户平均需要支付31.2欧分/千瓦时;处于基础供应(Grundversorgung)的用户平均电价甚至达到42.8欧分/千瓦时。因此,通过更换电力供应商,家庭通常可以节省20%至35%的电费。
研究还指出,这110亿欧元的额外支出主要来自两部分:
[*]约70亿欧元来自普通老客户合同(Bestandstarife)
[*]约40亿欧元来自基础供应(Grundversorgung)用户
“先吸引、再收割”的商业模式?
Octopus Energy指责部分能源供应商在电价策略上采取“先吸引、再收割”的模式。公司在新闻稿中表示,研究显示新客户价格通常会紧跟能源市场价格变化,而老客户价格却几乎不受市场波动影响地持续上涨。许多供应商在涨价时,仅笼统地以“采购和销售成本”为理由进行解释。
更令人担忧的是,在能源危机之后,新老客户之间的价格差距并没有缩小,反而进一步扩大。数据显示,2018年至2021年间,通过更换电力供应商平均可节省121至241欧元。而如今,通过新客户合同每年最多可节省492欧元。
Octopus Energy德国公司负责人巴斯蒂安·吉鲁尔表示:“当能源公司为了争夺新客户而以负利润竞争时,忠实客户却被迫承担更高的费用。这往往影响的是那些最难承受额外开支的人群。”
他呼吁德国政府采取措施,借鉴英国的做法,由联邦网络局(Bundesnetzagentur)对这种“忠诚罚款”进行监管。一个建议是:在每一份电费账单上同时标明当前的新客户电价,以提高透明度。
在德国经常更换电力供应商或合同可以节省很多费用,点击下面图片进入天然气比价计算页面
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中文评论
这份由RWTH亚琛工业大学为Octopus Energy做的研究,把德国电力零售市场里“新客低价、老客埋单”的链条量化成了一个直观数字:2025年约110亿欧元的“忠诚罚款”。结论本身并不令人意外,但样本化实证与金额级别,足以让监管与政界正视一个老问题的新强度。
为什么会形成“忠诚罚款”
- 风险与采购节奏错配:不少供应商给新客户报的是当期或短期远期的较低市场价,而老客户多绑定在此前高位时锁定的组合采购上,理论上应当随时间逐步回落;但现实中,很多老客价并未与市场同步下行,出现了“价格下黏”的惯性与加价空间。
- 行为惯性和信息不对称:德国每年主动更换电力供应商的家庭占比偏低(约四分之一)。复杂费率、奖金条款(Neukundenbonus)、基础费(Grundpreis)和工作价(Arbeitspreis)的拆分,使比较成本上升。供应商据此把“被动客户”当成稳定利润池。
- 监管缺口:现行规则并未禁止“仅限获客”的特价与后续显著调价,也缺少对老客价与市场走势偏离的系统性约束。基础供应(Grundversorgung)虽有公共服务属性,却常是最贵选项。
- 危机后遗症:能源危机期间的对冲损失、破产与风险溢价,成为许多公司维持高老客价的理由。即便批发价回落,价差不减反增,表明部分供应商把老客户当作交叉补贴的新“资金池”。
需要注意的偏差与边界
- 利益相关:研究由市场新进入者委托,方法与样本(“收到涨价信件”的用户)可能高估老客价水平。110亿欧元属模型推算,仍需监管部门或独立学界交叉验证。
- 合同与费率差异:不同地区的网络费、基本费、用电结构(峰谷)、是否含价保(Preisgarantie/Teilpreisgarantie)等,都会影响可比性。简单对比“每千瓦时”未必完全等价。
- 供应商的合理辩护空间:滚动采购在价格下行期确有“尾巴”,但这种滞后应逐季收敛;若长期与市场脱钩,则不再能用“历史采购成本”解释。
对监管者的可操作选项
- 账单强制披露对比价:在每张账单上同步标示本公司当前最便宜同类新客价与客户当前单价,附带年化差额提示与“一键更换”渠道。
- 自动迁移最优等价套餐:禁止把合同期满客户自动续入明显更贵的“沉默续约”费率;改为默认迁移至本公司同类中最便宜的可比费率(客户可选择退出)。
- 约束“仅限获客”的价差:借鉴英国在保险业对“price walking/忠诚惩罚”的禁令做法,设定新老客户在可比条件下的最大价差阈值或直接要求同价。
- 强化基础供应监管:为Grundversorgung设立透明的成本加成框架与与市场指数的联动下调义务,超出合理区间须说明并可被快速审查。
- 提升可比性与切换便利:统一展示口径(含税、含网络费、基本费/工作价拆分)、简化解约条款、加快切换流程并明确涨价触发的特别解约权告知。
家庭现在可以做的三件事
- 做基准对比:拿到手的“总价”(基本费+工作价、含税费)与市场新客价对比。若你的单价高出5–7欧分/千瓦时以上,或总账单高出20%+,通常值得更换。
- 避开“陷阱条款”:谨慎对待巨额新客奖金、预付费、打包电量(Paketstrom)与高基本费低电价的“移形换影”。优先选择透明、12个月价保(至少部分价保)的合同。
- 利用解约窗口:基础供应可随时以短期通知解约;遇到涨价通知,通常拥有特别解约权。设好日历提醒,合同到期前4–6周评估是否更换。
大局判断
- 这次“110亿欧元”的舆论效应,可能成为德国在电力零售端补上“忠诚罚款”监管短板的契机。若能通过“强制对比披露+默认迁移最优+限制获客专享价”的组合拳,既不需重上价格管制的老路,也能显著压缩对被动消费者的系统性剥夺空间。
- 对供应商而言,真正可持续的“公平定价”是把利润建立在服务与效率上,而不是信息复杂性与客户惰性上。危机后期,谁先放弃“先吸引、再收割”,谁更可能赢得长久的信任溢价。
Deutscher Kommentar
Die RWTH-Studie im Auftrag von Octopus Energy übersetzt ein bekanntes Marktphänomen in eine griffige Zahl: rund 11 Milliarden Euro “Treueaufschlag” im Jahr 2025. Neu ist weniger die Richtung, sondern die empirische Untermauerung und Größenordnung – politisch kaum zu ignorieren.
Warum entsteht der Treueaufschlag?
- Beschaffungs- und Risikologik: Neukundenangebote spiegeln häufig aktuelle Spot-/Terminpreise wider; Bestandskundentarife hängen an älteren, teureren Hedges. Theoretisch müssten sie mit Verzögerung sinken – praktisch bleiben sie oft klebrig und entkoppeln sich von Marktbewegungen.
- Trägheit und Intransparenz: Nur etwa ein Viertel der Haushalte wechselt regelmäßig. Komplexe Tarifstrukturen (Bonus, Grundpreis/Arbeitspreis) erhöhen Such- und Vergleichskosten. “Passive” Kunden werden zur stabilen Marge.
- Regulatorische Lücken: Es gibt kein Verbot akquisitionsgetriebener Sonderpreise mit anschließendem deutlichen Aufschlag. Die Grundversorgung dient als Sicherheitsnetz, ist aber häufig die teuerste Option.
- Nachwirkungen der Energiekrise: Verluste und Risikoprämien legitimierten höhere Bestandskundenpreise. Dass die Lücke trotz Marktrückgangs teils größer wurde, deutet auf Quersubventionierung zulasten treuer Kunden hin.
Vorsicht bei der Interpretation
- Auftraggeber-Bias: Als Herausforderer hat Octopus ein Interesse an “Fair-Pricing”-Narrativen. Stichproben aus Preiserhöhungsschreiben können die Lage überzeichnen; die 11 Mrd. Euro sind ein Modellwert.
- Vergleichbarkeit: Netzentgelte, Grundpreisniveau, Verbrauchsprofile, Preisgarantien unterscheiden sich regional und vertraglich.
- Zulässige Lieferantenargumente: Rollierende Beschaffung erklärt Verzögerungen – aber nicht eine dauerhafte Entkopplung von sinkenden Großhandelspreisen.
Was der Gesetzgeber/BNetzA tun kann
- Pflicht zum Preisvergleich auf der Rechnung: Anzeige des aktuell günstigsten vergleichbaren Haustarifs neben dem Ist-Preis inkl. jährlicher Mehrkosten und einfachem Wechselpfad.
- Default auf den günstigsten vergleichbaren Haustarif: Kein stilles Hineinrollen in teure “Out-of-Contract”-Preise nach Laufzeitende; stattdessen automatische Migration mit Opt-out.
- Grenzen für Akquisitionstarife: Nach britischem Vorbild (Price-Walking-Verbot im Versicherungsmarkt) maximale Differenzen oder Gleichpreis für Neu- und Bestandskunden bei vergleichbaren Konditionen.
- Schärfere Aufsicht über Grundversorgung: Transparente Kostenaufschläge, Indexbindung auch für Abwärtsanpassungen, schnelle Prüfverfahren bei Abweichungen.
- Bessere Vergleichbarkeit und schnellerer Wechsel: Einheitliche Darstellung (brutto, inkl. Netzentgelte, Grund-/Arbeitspreis), einfache Kündigung, klare Info zum Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen.
Was Haushalte jetzt tun können
- Benchmark setzen: Gesamtkosten (brutto, Grund- plus Arbeitspreis) mit aktuellen Neukundenpreisen vergleichen. Liegt der eigene Arbeitspreis um 5–7 ct/kWh oder die Jahresrechnung um 20%+ höher, lohnt der Wechsel meist.
- Fallstricke meiden: Vorsicht bei großen Neukundenboni, Vorkasse, Paketstrom sowie Tarifen mit sehr hohem Grundpreis. Bevorzugt 12-monatige (Teil-)Preisgarantien und transparente Konditionen.
- Kündigungsfenster nutzen: In der Grundversorgung kurze Fristen; bei Preiserhöhungen besteht in der Regel Sonderkündigungsrecht. Erinnerungen 4–6 Wochen vor Laufzeitende setzen.
Einordnung
- Der öffentliche Druck um den “Treueaufschlag” schafft Rückenwind für gezielte, marktfreundliche Eingriffe: verpflichtende Vergleichstransparenz, defaultmäßige Tarifoptimierung im Bestand und Grenzen für reine Akquisitionspreise. So lässt sich Verbraucherschutz stärken, ohne in harte Preisregulierung zurückzufallen.
- Für Anbieter zahlt sich Fairness aus: Wer nach der Krise zuerst vom “anlocken und später abschöpfen” abrückt, gewinnt Vertrauen – und mittelfristig Marktanteile.
【本帖内容由人工智能提供,仅供参考,DOLC GmbH 不负任何责任。】
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